Die Sanfte

Fiodor Michajlovič Dostojevskij

Die Sanfte

Schauspiel

Eine monumentale Werk des russischen Klassikers.

Neues Gebäude, Studio
18. 1. 2019 19:00 h - 20:30 h

Vorstellungsplan

Donnerstag 26. 9. 2019
19:00 h 20:30 h
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Das monumentale Werk des russischen Klassikers wird häufig im Theater und Film adaptiert. Insbesondere seine Romane Die Brüder Karamasow, Schuld und Sühne, Der Idiot und Die Dämonen gehören zu den am meisten aufgeführten Werken, die Theaterleute und Zuschauer faszinieren. Wir haben uns diesmal jedoch für die Inszenierung der Novelle Die Sanfte entschlossen, die in sich ein originelles psychologisches Potenzial und ein starkes Thema der existenziellen Stellung oder eher der Versorgung einer Frau sowie widersprüchliche Variationen aller Seiten einer ungleichen Partnerbeziehung birgt. Dostojewski schrieb seine Meisterprosa Ende der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts auf Grund einer Zeitungsnachricht über den Selbstmord einer verzweifelten jungen Frau, die aus dem Fenster sprang und in der Hand eine Ikone festhielt. Dostojewski inspirierte dieser „demütig sanftmütige Selbstmord“ und schöpferisch fabulierte er seine Motive und Hintergründe hinzu. Die Geschichte vom ehemaligen Offizier und Inhaber eines Pfandleihgeschäfts, der voller Komplexe ist und seine deutlich jüngere Ehefrau zu Tode quält, ruft grundsätzliche ethische und Beziehungsfragen hervor. Auf der einen Seite komplizierte Manipulation des stärkeren Ehemannes und auf der andere die verzweifelte Verachtung einer hilflosen Frau, was in einem tragischen Ende gipfelt. Ein stets gültiger und warnender Kontext. Die Sanfte ist in unserer Darbietung eine retrospektive Beichte des Witwers, der nach den Motiven der verzweifelten Tat sucht, aber der gleichzeitig versucht das Maß seiner eigenen Schuld zu verstehen. Die Gewichtigkeit der Vorlage wurde in der Vergangenheit von den berühmten Filmen von Stanislav Barabáš und Robert Bresson bewährt. Im Slowakischen Nationaltheater führen wir den Titel Die Sanfte erstmals in der Regie und Dramatisierung von E. Kudláč auf, der mit Dostojewskis Werk reiche und erfolgreiche Erfahrungen hat.

Vorstellungsdauer: 1 Stunde ohne Pause

Inszenierungsteam

Regie und Adaptation Eduard Kudláč
Bühne und Kostüme Eva Kudláčová-Rácová
Projektion Eduard Kudláč