Die Sanfte

Fiodor Michajlovič Dostojevskij

Die Sanfte

Schauspiel

Ein Theaterstück, dass ein originelles psychologisches Potenzial und ein starkes Thema der existenziellen Stellung der Frau und widersprüchliche Variationen aller Seiten einer ungleichen Partnerbeziehung in sich trägt.

Neues Gebäude, Studio
12. 10. 2019 19:00 h - 20:30 h

Vorstellungsplan

Sonntag 8. 12. 2019
19:00 h 20:30 h
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Dienstag 7. 1. 2020
19:00 h 20:30 h
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Die Novelle Die Sanfte des bedeutenden russischen Prosaikers Dostojewski, birgt in sich ein originelles psychologisches Potenzial und ein starkes Thema der existenziellen Stellung oder eher der Versorgung einer Frau sowie widersprüchliche Variationen aller Seiten einer ungleichen Partnerbeziehung. Dostojewski schrieb seine Meisterprosa Ende der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts auf Grund einer Zeitungsnachricht über den Selbstmord einer verzweifelten jungen Frau, die aus dem Fenster sprang und in der Hand eine Ikone festhielt. Dostojewski inspirierte dieser „demütig sanftmütige Selbstmord“ und er fabulierte schöpferisch die Motive und Hintergründe hinzu. Die Geschichte über den ehemaligen Offizier und Inhaber eines Pfandleihgeschäfts, der voller Komplexe ist und seine deutlich jüngere Ehefrau zu Tode quält, ruft grundsätzliche ethische und Beziehungsfragen hervor. Auf der einen Seite komplizierte Manipulation des stärkeren Ehemannes und auf der anderen die verzweifelte Verachtung einer hilflosen Frau, was in einem tragischen Ende gipfelt. Ein stets gültiger und warnender Kontext. Die Sanfte ist in unserer Darbietung eine retrospektive Beichte des Witwers, der nach den Motiven der verzweifelten Tat sucht, aber der gleichzeitig versucht das Maß seiner eigenen Schuld zu verstehen. Die Gewichtigkeit der Vorlage wurde in der Vergangenheit von den berühmten Filmen von Stanislav Barabáš und Robert Bresson bewährt.

Vorstellungsdauer: 1 Stunde ohne Pause

Inszenierungsteam

Regie und Adaptation Eduard Kudláč
Bühne und Kostüme Eva Kudláčová-Rácová
Projektion Eduard Kudláč