WERTHER

Jules Massenet

WERTHER

Oper

Die Inszenierung des hervorragenden europäischen Opernregisseurs Willy Decker wird vom Prager Ensemble in Zusammenarbeit mit der Oper Frankfurt aufgeführt.

Neues Gebäude, Opern- und Ballettsaal

Goethe inspirierte mit seinem Werk eine ganze Reihe von Künstlern und unter Ihnen auch Opernautoren. So entstanden bekannte Werke vorwiegend aus der Feder von französischen Komponisten: Mignon von Ambroise Thomas, Faust von Charles Gounod oder Werther von Jules Massenet. Die Leiden des jungen Werther, ein Briefroman aus dem Jahr 1774, wurde kurz nach seinem Erscheinen zum Kultbuch, mit dem sich manche Leser identifizierten – und eine Reihe von ihnen folgte dem Weg des Haupthelden bis zum Selbstmord. Der Roman repräsentiert die deutsche literarische Bewegung des Sturm und Drang, die in Reaktion auf den kühlen Rationalismus der Aufklärung großen Wert auf die menschliche Emotionalität legte. Massenets Kompositionsstil, mit dem er an seinen Lehren Thomas und seinen Kollegen Gounod anknüpfte, erregt insbesondere durch die reiche Melodik und farbliche Instrumentalisierung nach dem Vorbild Richard Wagners Aufmerksamkeit. Durch die suggestive Musiksprache wird eine Emotionsgeschichte vermittelt, in der die Gefühle der Haupthelden keine Erfüllung finden können. Werther kehrt nach fast achtzig Jahren in das Nationaltheater Prag zurück (zum letzten Mal wurde hier die Oper in den Jahren 1927 – 1939) aufgeführt.

Musikalische Einstudierung: Petr Kofroň
Regiekonzeption/ Inszenierungskonzeption: Willy Decker
Inszenierung der erneuten Einstudierung: Stefan Heinrichs
Bühnenbild und Kostüme: Wolfgang Grussmann
Dramaturgie: Beno Blachut