Nächste Saison

In der Theatersaison 2017/2018 bereitete das Slowakische Nationaltheater für seine Besucher insgesamt 18 Operntitel vor.

Das Schauspiel des SND eröffnete seine 98. Theatersaison mit der ersten Inszenierung der beliebten Komödie Die lustigen Weiber von Windsor von W. Shakespeare in der Regie von Peter Mikulík. Der zweite Premierentitel war die Inszenierung des Schauspiels von Viliam Klimáček Erscheinung in der Regie von Vladimir Serre, die das Projekt abschloss, im Rahmen dessen slowakische Texte von ausländischen Regisseuren inszeniert wurden. Bestandteil des Zyklus von Shakespeares historischen Stücken war die Premiere der Tragödie Richard III. (Regie: Martin Čičvák). 2018 wird das Schauspielensemble seinen Zuschauern das monumentale Werk des russischen Klassikers F. M. Dostojewski Die Sanfte in der Regie von Eduard Kudláč vorstellen. Weiterhin werden Ibsens Hedda Gabler (Regie: Roman Polák), das starke Drama des Nobelpreisträgers für Literatur G. Hauptmann Vor Sonnenaufgang (Regie: Michal Vajdička) sowie eine der ältesten Tragödien des berühmten griechischen Dramatikers Sofokles Antigone (Regie: Ondrej Spišák) aufgeführt. B. Bjørnsons Schauspiel Über unsere Kraft (II.) wird erstmals nach über 90 Jahren in slowakischer Sprache auf der Bühne des Schauspiels des SND inszeniert und das in der Regie von Ján Luterán. Die Theatersaison wird im Schauspiel des SND eines der größten und berühmtesten Werke der Weltliteratur abschließen, das Schauspiel von L.N. Tolstoi Krieg und Frieden in der Regie von Marián Amsler. Auch in der 98. Theatersaison wird ein neuer Titel, aus der dramaturgischen Linie im Rahmen derer Stücke die kontroverse Themen behandeln Schauspielern auf den Leib geschrieben werden, nicht fehlen. Der Blaue Salon wird die Kammerinszenierung auf die Motive des Lebens und Werks der Sängerin Marta Kubišová unter dem Titel Kabarett Normalisierung oder Ein Gebet für Marta in der Regie von Matúš Bachynec präsentieren.

Die Oper des SND bereitete in der Saison 2017/2018 vier Premieren von neuen Operninszenierungen und weitere Fortsetzung von interaktiven Adaptierungen von klassischen Opernwerken für Kinder vor. In der ersten Premiere stellten sich gemeinsam das Opernchor und das Corps de Ballet des SND mit zwei Einaktern vor. Beide Werke stammen vom Meister des französischen Impressionismus M. Ravel; bei der Oper handelt es sich um die humorvolle Komödie über die weibliche Dominanz Die spanische Stunde. Das großartige Märchenfresko des Begründers der russischen Nationalmusik N. Rimski-Korsakow Sadko in der Regie des amerikanischen Regisseurs Daniel Kramer, das in Koproduktion mit der Flämischen Oper vorbereitet wird, enthüllt die Sehnsucht nach Freiheit, Entdecken der Weite, Fremde und zeigt die Unterschiede in der männlichen und weiblichen Sichtweise der Welt. Die Operette Polenblut ist eine Huldigung an den großen Dirigenten und Komponisten Oskar Nedbal, einem Künstler, mit dem die ersten Jahre der Existenz unserer Nationalbühne verbunden sind. Der Evergreen zum Schluss wird die unsterbliche Tosca, von Puccini sein, ein fesselndes Werk mit hypnotisierender Melodik, ein Werk erfüllt von idealen musikalisch-dramatischen Formen. Unser kleines Publikum erfreute die Oper des SND mit einem neuen Projekt in Zusammenarbeit mit Martin Vanek. Diesmal widmete sich das Projekt mehreren Operngeschichten unter dem Titel Von der Oper in die Oper, bereits traditionsgemäß wurde die Premiere des Stücks im Rahmen des Tags der offenen Türen präsentiert.

Das Ballett des SND eröffnete die 98. Theatersaison mit einem gemeinsamen Opern- und Ballettabend, bei dem das Corps de Ballet eine Geschichte, inspiriert von der altgriechischen Mythologie, Daphnis und Chloé zur Musik von Maurice Ravel in der Choreographie der langjährigen Solistin des Balletts des SND Reona Sato aufführte. Das Werk des Choreographie- und Theatermagiers Boris Eifman muss unserem Zuschauer nicht vorgestellt werden. Diesmal präsentierte er sich jedoch im Ballett des SND als Inszenator des Ballettdramas Beyond Sin / Die Brüder Karamasow nach dem Motiv des Romans von F. M. Dostojewski. Die Musik von Richard Wagner, Modest Mussorgski und Sergei Rachmaninow in Verbindung mit Eifmans Theatersprache ist garantiert ein ungewöhnliches Theatererlebnis. Die Premiere, im Frühling 2018 wird die Feier des klassischen Balletvermächtnisses und eine Huldigung an das Choreographie-Genie Marius Iwanowitsch Petipa sein. Beim Anlass des zweihundertjährigen Jubiläums seiner Geburt wurde das Repertoire des SND in Zusammenarbeit mit dem Petipa Heritage Fond in St. Petersburg um das monumentale romantische Ballettfresko Esmeralda nach dem Roman von Viktor Hugo Der Glöckner von Notre Dame in Paris bereichert. Autoren der neuen Choreographie-Fassung zur Musik von Cesare Pugni, laut der ursprünglichen Konzeption von 1844 sind bedeutende russische Künstler Juri Burlak und Vasily Medvedev. Das Ballett Esmeralda wird im SND seine slowakische Premiere feiern.